Der CC stammt aus Sizilien (Süditalien) und heißt übersetzt: Hof-Hund
„cane“ = Hunde
„corso“ = kommt aus dem lateinischen „cohors“ und heißt übersetzt „Hof“
Die Geschichte des Cane Corsos geht weit in die Zeit des röm. Reichs zurück.
Der direkte Vorfahre, der „Canis Pugnacis“ wird als wahrscheinlicher Ursprung der
Rassen Cane Coro und Mastino Nepoletano genannt.
Im Mittelalter wurde die Rasse als Viehtreiber und Wächter auf großen Bauernhöfen
in Süditalien eingesetzt. Auch bei der Jagd nach Wildschweinen machten sie sich
nützlich und zogen mit einem Karren und ihren Menschen in den Krieg. Nach dem
zweiten Weltkrieg war diese Rasse nahezu ausgestorben. Dank einiger en-
gagierter Hundeliebhaber wurde die Rasse gerettet und wieder gefestigt.
Ein ital. Wissenschaftler stieß 1973 auf die Existenz der „Apulischen Dogge“ –
einem doggenartigen Hund aus der Region Apulien. Diese Rasse wurde dann
dank Professor Bonatti 1976 von der U.C.I. International unter dem Namen
„Apulische Dogge“ auch anerkannt. Erste Nennung in diversen Fachzeitschriften
fand der Cane Corso bereits im Jahre 1979.
1996 wurde der Cane Coros von der FCI anerkannt.
FCI – Standart Nr. 343 / 12.03.1999 Italienischer Corso Hund
Fell: ca. 2-2,5cm, kurz und anliegend, dicht mit einer leichten Unterwolle
(im Winter verdichtet)
Farben: schwarz, braun, grau (blau) und teilweise falb, rot (hell-braun),
sand, beige und gestromt (deutliche Streifen auf braunem oder grauen Untergrund).
Oft kleiner weißer Fleck auf der Brust, den Zehenspitzen oder dem Nasenrücken.
Schulterhöhe: zwischen 58 und 68cm.
Gewicht: 38 – 50kg
Durchschnittliche Lebenserwartung: 8-10 Jahre
Da diese Rasse bis dato noch nicht überzüchtet scheint (und es hoffentlich auch
so bleibt), kann man der Gesundheit eine gewisse Robustheit nachsagen. Kaum
Hängeleftzen, keine lose Haut und ein festes Bindegewebe sorgen für einen
athletisch wirkenden Körperbau. Gesundheitliche Risiken kann man jedoch nicht
gänzlich ausschalten. Gerade bei Molosserarten sind Gelenke und Augen doch
auch ein Thema. Es kann auch hin und wieder zu einem sogenannten Cherry-Eye
kommen (läßt sich operativ entfernen).
In Italien (eher im Süden) wird die Rasse oft sogar noch als Schaf- oder Rinderhüter
eingesetzt. Sie findet jedoch auch als Wachhund (auch bei der Polizei und im Grenz-
schutz) immer wieder Einsatz.
Der Cane Corso Italiano gilt als kinderfreundlich, familienbezogen, intelligent, be-
wegungsfreudig und besitzt außerdem noch eine hohe Reizschwelle. Wenn man
bereits im Welpenalter den Umgang mit anderen Hunden pflegt wird es kaum
Probleme geben. Der CC ist sehr ruhig und wachsam mit guten Reaktionen. Kann,
dank seiner starken Natur und der Körperverfassung, selbst mit schwierigen Umwelt-
bedingungen, umgehen. Anderen Menschen gegenüber verhält er sich äußerst sozial.
Durch das grosse Selbstvertrauen ist er auch kein Kläffer oder Raufer. Er ist kein Hund
für Prahler und auch kein Statussymbol. Der CC ist ein unbestechlicher Kamerad mit dem
man durch dick und dünn gehen kann. Er hat ein massives Aussehen, kräftige Knochen
und gut entwickelte Muskeln, ein heftiges Gebiss, einen breiten und starken Unterkiefer
und kräftige Kaumuskeln. Der Blick drückt Stolz und Intelligenz aus.
Die Erziehung sollte auf keinen fall mit harter Hand erfolgen – eine konsequente
Erziehung
ist aber unbedingt erforderlich. Schreierei oder Hektik kontert er mit Ignoranz.
Ungeeignet
für Großstadt und kleine Wohnungen.
Leider gibt es in Österreich bis dato noch keinen Züchter, obowohl die internationale
Verbreitung der Rasse bereits in den neunziger Jahren eingesetzt hat. In weiten Teilen
von Amerika startete der Cane Corso den größten Durchbruch (leider wurde das Er-
scheinungsbild so drastisch verändert, daß man ihn mit der ursprünglichen Standard
nicht mehr vergleichen kann – teilweise bis zu 70kg!). Mittlerweile auch in Deutschland
zu finden – aber auch in Ungarn. Die ursprüngliche Heimat liegt in Italien – Sizilien.
Quellen: Internet, div. CC-Seiten (international)
Abschlussworte:
Bleibt zu hoffen, daß diese Rasse von massiven Überzüchtungen verschont bleibt
und nie zum „Modehund“ wird (wie in der Vergangenheit bereits bei meinen geliebten
„deutschen Boxern“ passiert). Die tollen Charaktereigenschaften sollen erhalten
bleiben wie auch die Robustheit.
Ich bin froh, daß meine Wahl letztendlich auf den Cane Corso gefallen ist. Ich glaube,
daß diese Rasse am Besten zu unserer Familie passt und das neue Familienmitglied
das Leben innerhalb unseres Rudels um Vieles bereichert.
Frauchen: Andrea Mertinger, Januar 2006
